Der dritte Mann
Zweitausendeins Edition Film 04

Wien, 1948: Der amerikanische Schriftsteller Holly Martins will in der besetzten Stadt seinen alten Freund Harry Lime besuchen. Aber am Tag seiner Ankunft wird Lime beerdigt. Von einem britischen Offizier erfährt Martins, dass Lime ein skrupelloser Schwarzhändler gewesen sei. Martins glaubt es nicht und stellt eigene Nachforschungen an. Limes Geliebte Anna, die aus dem russischen Sektor geflohen ist, hilft ihm dabei. Seine Suche nach der Wahrheit zieht Martins immer tiefer in einen gefährlichen Teufelskreis aus Betrug, Korruption und Mord. Schließlich führt ihn die Jagd nach dem »dritten Mann« in das unterirdische Kanalisationsnetz der Stadt.
Mit Joseph Cotten, Alida Valli, Orson Welles, Trevor Howard, Bernard Lee, Wilfrid Hyde-White, Paul Hörbiger, Annie Rosar, Ernst Deutsch, Erich Ponto, Siegfried Breuer, Hedwig Bleibtreu; Regie: Carol Reed
Kritiken
DDie Kritiken zum Filmstart von 'Der dritte Mann' waren fast alle positiv.
„Der Film fügt der Sorte atemberaubender Thriller, die Alfred Hitchcock berühmt machten, zusätzliche Tiefe in der Zeichnung von Figuren und ein erweitertes Vokabular in der Filmsprache hinzu“, lobte das New Yorker Time Magazine.
Das britische Boulevardblatt Daily Mirror schrieb, der Film verbinde „grandiose Kunstfertigkeit mit 100 Prozent Unterhaltungswert“.
Der Evangelische Filmbeobachter sah eine gelungene Mischung aus Unterhaltungswert und Anspruch: „Spannender und auch innerlich packender Film. Drehbuch, Regie und Besetzung (bis hin zur kleinsten Nebenrolle) sind vorzüglich und vermitteln ein in die Tiefe gehendes Bild der Menschen dieser Zeit.“
Der SPIEGEL sah das Hauptverdienst für den Erfolg bei Krasker, Karas, Reed und insbesondere Graham Greene, der „sich nun in die vordersten Reihen der jüngeren Generation geschrieben“ habe: „Graham Greene hat mehr bezweckt, als ein Sensationsdrehbuch zu schreiben. Er hat erbarmungslos den Nihilismus der Nachkriegsjahre darstellen wollen.“
Die ZEIT bezeichnete den Film als Meisterwerk und einen „Spiegel kontinentalen Lebens“
Das Lexikon des internationalen Films spricht von einem „subtilen politischen Kriminalthriller, der durch die expressiv gefilmten Originalschauplätze und Karas’ weltberühmtes Zither-Thema eine unverwechselbare Stimmung erhielt“.
Auszeichnungen
Internationale Filmfestspiele von Cannes 1949
Grand Prix
British Film Academy Award 1950
Bester britischer Film
Nominierung in der Kategorie Bester Film
Oscarverleihung 1951
Oscar in der Kategorie Beste Schwarz-Weiß-Kamera an Robert Krasker
Nominierungen in den Kategorien Beste Regie und Bester Schnitt
2012 wurde Der dritte Mann in einer Umfrage der Filmzeitschrift Sight & Sound von Filmkritikern zum besten britischen Film aller Zeiten gewählt. In der Liste der „Critics’ Top 250 Films“ belegte er Platz 73.[55]
Obwohl es sich um eine britische Produktion handelt, wurde Der dritte Mann 1998 auf Platz 57 der 100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten des American Film Institute gewählt.[56] Das British Film Institute wählte Der dritte Mann im Jahre 1999 auf Platz 1 der größten britischen Filme aller Zeiten. Auf der Liste der 100 besten britischen Filme, die das Magazin Empire 2016 veröffentlichte, rangiert er auf Platz 14.
Daten
GB 1949
Laufzeit: 104 Minuten
freigegeben ab 12 Jahren
Bild: 4:3 (1,33:1) Schwarzweiß
Ton/Sprachen: Deutsch, Englisch, 2.0
Untertitel: Deutsch
System
DVD
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