Die Brücken am Fluss

Die Brücken am Fluss
Die Brücken am Fluss (doppelseitige DVD)

Iowa, Sommer 1965: In das Leben der Farmersfrau Francesca Johnson (Meryl Streep) bricht unvermittelt das Schicksal herein - in Gestalt des durchreisenden Fotografen Robert Kincaid (Clint Eastwood). Leidenschaftlich verlieben sich die beiden ineinander, und für einen kurzen Moment sind sie ihren Träumen vom Glück ganz nah. Aber die Liebe ihres Lebens darf nur vier kurze Tage dauern

Mit Clint Eastwood, Meryl Streep, Annie Corley, Victor Slezak, Jim Haynie, Phyllis Lyons, Debra Monk: Regie: Clint Eastwood

Kritiken

Richard Corliss vom Magazin Time nannte Eastwood einen der „zurückhaltendsten Regisseure – wo das Buch gafft, beobachtet der Film diskret“. Das Drehbuch behandele reife Themen und handle über die „Erwartung und Konsequenzen der Liebe – den langsamen Tanz der Abschätzung, das Warten auf den Beginn einer erotischen Bewegung, die nicht abgelehnt wird, über die Gespräche, was zu tun ist, wenn die erotische Hitze zu einem Liebeslicht heranreift“. Der Film handele aus, was die Effekte der Affäre auf die bis dahin ihrem Gatten treue Ehefrau und auf den wurzellosen Mann, der bemerke, dass er die eine Frau brauche, sie aber nicht dauerhaft halten könne, sind. Corliss sah den Film als „Geschenk“ – des für seine vielen Frauenbeziehungen bekannten – Eastwoods „an die Frauen“: „An Francesca, an alle Frauen, die er einmal geliebt hat – und an Streep, die literarische Süßlichkeit in eine intelligente Leidenschaft im Film alchemisiert.“

Susanne Weingarten schrieb anlässlich der deutschen Kinopremiere in Der Spiegel, dass es in Eastwoods Welt „lange überhaupt nur Platz für Männer gegeben“ habe und er nur für „klassische Herrengenres“ Filme inszeniert habe. Darum sei Die Brücken am Fluß, „eine auf den ersten Blick ebenso unauffällige wie unaufwendige Romanze, in Wahrheit die größte Herausforderung, der er sich je in seiner Karriere gestellt hat.“ Eastwood breche mit dem „Traum vom unverwundbaren Tough Guy“. Es sei „Francescas Geschichte. Und Eastwood hat die Größe, sie spielen zu lassen.“ Die Brücken am Fluß sei ein „altmodisches Kammerspiel, ein Film, der nicht mehr will, als eine einfache Geschichte von zwei Menschen zu erzählen. Denn die Welt der Menschen, das hat Clint Eastwood irgendwann begriffen, ist viel aufregender als die Welt der Mythen. Wahre Helden sterben alt.“ Neben Eastwood hob Weingarten auch das Drehbuch von Richard LaGravenese sowie die „sinnliche“ Schauspielleistung von Meryl Streep hervor. Diese spiele so „selbstvergessen, als wisse sie genau, dass dieser Film ihr gehört.“

Der katholische Filmdienst war hingegen nur begrenzt zufrieden: „Die vordergründig-sentimentale Story ist mit dezenter, oft kühler Intimität inszeniert worden, ohne allerdings der psychologischen Eindimensionalität der erfolgreichen Romanvorlage entgehen zu können.“ Es sei ein „zwiespältiger Film“, der „ethische Fragestellungen“ nur indirekt anklingen lasse.

Auszeichnungen

Bei der Oscarverleihung 1996 war Meryl Streep in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin nominiert. Zur Verleihung der Golden Globe Awards 1996 waren Meryl Streep als Beste Hauptdarstellerin – Drama nominiert sowie der Film in der Kategorie Bester Film – Drama. Bei der Verleihung der Screen Actors Guild Awards 1996 erhielt Meryl Streep ebenfalls eine Nominierung als Beste Hauptdarstellerin.

Clint Eastwood gewann einen ASCAP-Award 1996 in der Kategorie Top Box Office Films. Die American Society of Cinematographers nominierte Kameramann Jack N. Green für einen ASC-Award 1996 für außerordentliche Leistungen in der Kameraarbeit eines im Kino veröffentlichten Spielfilms. Bei der Verleihung der BMI Film & TV Awards 1996 gewann Lennie Niehaus einen Preis für die Filmmusik. Für einen César 1996 war Die Brücken am Fluß als Bester ausländischer Film nominiert.

Das legendäre französische Filmmagazin Cahiers du cinéma wählte Die Brücken am Fluß 1999 gemeinsam mit Brian De Palmas Carlito’s Way (1993) und Hou Hsiao-Hsiens Goodbye South, Goodbye (1996) zum besten Film der 1990er-Jahre.

Daten

USA 1995
Laufzeit: 129 Minuten
freigegeben: ab 12 Jahren

Bild: 16:9 (1.77:1) Farbe
Ton/Sprachen: Seite A: Dolby Digital 5.1 (Deutsch + Englisch), Dolby Surround Stereo (Spanisch)
Seite B: Dolby Digital 5.1 (Englisch)
Untertitel: ranzösisch, Ungarisch, Spanisch, Portugiesisch, Polnisch, Koreanisch, Rumänisch, Chinesisch, Tschechisch

Bonusmaterial

Informationen zum Film

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