Die Nacht des Jägers

Ben Harper sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung. Bei einem Banküberfall erschoss er zwei Angestellte und erbeutete 10.000 US-Dollar, die er vor seiner Verhaftung noch irgendwo zu Hause verstecken konnte. Wo genau, das versucht sein Zellengenosse Harry Powell vergeblich herauszufinden.
Powell, der wegen einem kleineren Delikts in Haft ist, verbirgt hinter seinem sympathischen Äußeren einen gefährlichen Mörder und Psychopathen, der als Prediger durch die Lande zieht. Harper wird hingerichtet und Powell aus dem Gefängnis entlassen. Er besucht Harpers Familie, erschleicht sich ihr Vertrauen und heiratet seine Witwe. Schon bald muss er aber erkennen, dass nur Harpers Kinder, Pearl und John, das Versteck des Geldes kennen. Für sie beginnt ein Albtraum.
Mit Robert Mitchum, Shelley Winters, Lillian Gish, Billy Chapin, Sally Jane Bruce, James Gleason; Regie: Charles Laughton
Kritiken
Den Vorwurf, der Film sei zu künstlerisch („arty“) geraten, teilten fast alle Rezensenten aus den 1950er-Jahren. Laut Filmeditor Robert Golden warf ein Produzent der United Artists dies Laughton auch persönlich vor, woraufhin dieser ihn verbittert fragte: „Was verstehen Sie denn schon von Kunst?“. In der internationalen Kritik lobte François Truffaut den Film, prophezeite aber zugleich zutreffenderweise, dass es wahrscheinlich Laughtons einzige Regiearbeit bleiben werde, da er mit seinem Werk „gegen die Regeln des Kommerzes“ verstoßen habe.
In den folgenden Jahrzehnten veränderte sich die Rezeption des Filmes grundlegend, nicht zuletzt durch Ausstrahlungen des Filmes im US-Fernsehen sowie den sich verändernden Publikumsgeschmack. Vorherige Aspekte des Films, die als übertrieben künstlerisch stigmatisiert wurden, fanden ab den 1970er-Jahren Lob. So äußerte Douglas Brode 1976, dass der Film so offensichtlich wie nur möglich im Studio gedrehte Szenen mit anderen, sehr realistisch wirkenden Einstellungen verbinde. Aber „statt zusammenzustoßen, mischen sie sich zu einer auffällig eigenständigen Vision“. Truffaut äußerte rückblickend, dass es ein Film gewesen sei, der die Liebe zum Experimentalfilm wiedererweckt hätte („ … ein Experimentalkino das wirklich experimentiert, und ein Kino der Entdeckungen, das wahrhaftig entdeckt“). Durch die Veröffentlichung des Filmes auf Homevideo, verschiedene popkulturelle Referenzen und den Einsatz von Regisseuren wie Martin Scorsese wurde der Status von The Night of the Hunter ab den frühen 1990er-Jahren nochmals aufgewertet und es erfolgten seitdem häufiger wissenschaftliche Untersuchungen.
Bei vielen Filmkritikern wird er mittlerweile als einer der besten Filme aller Zeiten geschätzt.
Auszeichnungen
Zwar wurde Die Nacht des Jägers bei seiner Veröffentlichung mit keinerlei Auszeichnungen bedacht, allerdings folgten in späteren Jahren zahlreiche Ehrungen durch Kritiker:
1992 die Aufnahme des Filmes in das National Film Registry als „kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsam“.
Bei einer Abstimmung des American Film Institute wurde er 2001 auf Platz 34 der besten amerikanischen Thriller aller Zeiten gewählt, zwei Jahre wurde bei dem Filminstitut außerdem die Figur des Harry Powell auf Platz 34 der größten Filmschurken genannt.
Das französische Filmmagazin Cahiers du cinéma listete Die Nacht des Jägers im Jahr 2008 hinter Orson Welles’ Citizen Kane auf dem zweiten Platz der besten Filme aller Zeiten. 2009 wurde der Film vom britischen Kulturmagazin The Spectator auf Platz 1 der 50 „essenziellsten Filme aller Zeiten“ gewählt (vor Apocalypse Now und Sunrise). Bei der renommierten, alle zehn Jahre stattfindenden Kritikerumfrage des britischen Filmmagazins Sight & Sound nach dem besten Film aller Zeiten wurde The Night of the Hunter im Jahr 2012 auf Platz 63 und im Jahr 2022 auf Platz 25 gewählt.
Daten
USA 1955
Laufzeit: 89 Minuten
freigegeben: ab 12 Jahren
Bild: 4:3 (1.33:1) Schwarzweiß,
Ton/Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Italienisch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0), Französisch (Dolby Digital 1.0), Spanisch (Dolby Digital 1.0)
Untertitel: Deutsch, Italienisch, Französisch, Englisch, Spanisch, Schwedisch, Niederländisch, Finnisch, Dänisch, Norwegisch
Bonusmaterial
Trailer
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