Die Teuflischen

Ein raffinierter Mordplan, eine verschwundene Leiche und eine schockierende Schlusspointe. Das sind die Zutaten für Clouzots einmaligem Thriller-Klassiker, der u. a. Alfred Hitchcock zu einem seiner bekanntesten Filme inspirierte: PSYCHO!
Michel Delasalle, Lehrer an einer Privatschule, ist ein ekelhaft sadistischer Typ. Er quält seine herzkranke Ehefrau Chistine und tyrannisiert Nicole, gleichfalls Lehrerin und seine Geliebte. Als Christine die grausame Behandlung ihre Mannes nicht mehr länger ertrgen kann, schließt sie mit Nicole einen teuflischen Pakt: Die beiden beschließen einen perfekten Mord an Michel zu verüben. Doch bereits kurz nach der Tat kommt es zu ungewöhnlichen Zwischenfällen.
Mit Simone Signoret, Véra Clouzot, Paul Meurisse, Charles Vanel, Pierre Larquey, Michel Serrault, Thérèse Dorny; Regie: Henri-Georges Clouzot
Kritiken
Der Film wirkte stilbildend für das Genre Psychothriller. Infolgedessen orientierten sich zahlreiche Filme an seiner düsteren, alptraumhaften Atmosphäre, darunter Augen ohne Gesicht (1960), Ein Toter spielt Klavier (1961), Was geschah wirklich mit Baby Jane? (1962), Wiegenlied für eine Leiche (1964) und Die Zwangsjacke (1964). Alfred Hitchcock, der Clouzots Film sehr schätzte und 1958 mit Vertigo – Aus dem Reich der Toten eine andere Romanvorlage von Boileau und Narcejac verfilmt hatte, schuf 1960 mit Psycho den bekanntesten und einflussreichsten Film dieses Subgenres.
„Bis zur schockierenden Schlußpointe bleibt der hervorragend inszenierte und gespielte düstere Film hintergründig, packend und präzise, ohne je zu den oberflächlichen Spannungsmitteln gängiger Krimis greifen zu müssen. Gerade aus seiner Gemächlichkeit und Detailfreudigkeit resultiert eine delirierende Beklemmung.“
Lexikon des internationalen Films
„Die Story ist von raffinierter Konsequenz. Es gibt keine Abschweifungen; mit der Exaktheit eines Uhrwerks greifen die Szenen ineinander. Clouzot hatte sich von seiner literarischen Vorlage ziemlich entfernt; die Autoren Boileau und Narcejac gratulierten ihm in einem offenen Brief zu seiner Umformung ihres Romans. Perfekt wie das Drehbuch ist auch die optische Gestaltung. Sie überzeugt durch eine Ökonomie, die keine Längen kennt, keine Leere, keinen überdrehten Gag erlaubt, die aber für jeden Schock eine kurze Atempause gönnt.“
Reclams Filmführer
„Sie mögen es, wenn das Herz rast bis zum Zerspringen? Wenn Sie aus Verzweiflung Ihren (auch unbekannten) Nachbarn kneten oder unter seine Jacke flüchten? Wenn Sie in die Sitzlehne des Vordermanns beißen möchten, damit alles ganz schnell vorbei ist? Sie müssen Die Teuflischen anschauen.“
die tageszeitung
Bei seiner restaurierten Wiederaufführung 1995 wirkte der Film auf den legendären Kritiker Roger Ebert auch abseits der „berühmten Handlung“:
„Die verstörendsten Teile des Films werden angedeutet, nicht gezeigt, in der stickigen Luft der Lehrer, die alle ihre besten Tage hinter sich haben und von denen mindestens einer wahrscheinlich ins Gefängnis gehört. […] Die Teuflischen sind so geschickt konstruiert, dass sie sogar noch heute wie beabsichtigt funktionieren – bis, vielleicht, zu den letzten 30 Sekunden."
Roger Ebert sah in Inspector Fichet ein deutliches Vorbild für US-Fernsehkommissar Columbo, ab 1968 gespielt von Peter Falk.
Roger Ebert
Auszeichnungen

1954: Prix Louis Delluc
1955: New York Film Critics Circle Award
1956: Edgar Allan Poe Award
Daten
Frankreich 1955
Laufzeit: 112 Minuten
freigegeben: ab16 Jahren
Bild: 4:3 (1,33:1) Schwarzweiß
Ton/Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Französisch (Dolby Digital 1.0)
Untertitel: Deutsch
System
DVD
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