Easy Rider

Wyatt und Billy, zwei junge Hippie-Biker, verkaufen in Südkalifornien Kokain, bunkern ihr Geld im Tank und machen sich auf zu einer Reise quer durch Amerika. Sie begegnen dem Fanatismus und Hass der Kleinstadtbewohner, die ihren Nonkonformismus verachten und fürchten. Wyatt und Billy treffen aber auch auf Menschen, die alternative Lebensstile versuchen und sich dieser Engstirnigkeit widersetzen. Das Überleben dieser Aussteigergruppen bleibt fraglich. Die sanfte Hippie-Gemeinde, die Gott für ihren „Platz zum Stehen“ dankt, lebt ihren eigenen unwirklichen Traum. Der Rancher, dem sie begegnen, und seine mexikanische Frau haben Mühe, über die Runden zu kommen. Selbst LSD wirkt auf einem schlechten Trip sauer. Der Tod scheint die einzige Freiheit zu sein. Als sie in einem Diner in einer Kleinstadt ankommen, werden sie von den einheimischen Hinterwäldlern als merkwürdige Verkommene beschimpft. Sie werden unter einem nichtigen Vorwand vom örtlichen Sheriff verhaftet und ins Gefängnis geworfen, wo sie George Hanson, einen liberalen, alkoholkranken Anwalt, kennenlernen. Er holt sie heraus und beschließt, sie rechtzeitig zum Karneval auf ihrer Reise nach New Orleans zu begleiten.
Zwei Jugendliche (Peter Fonda und Dennis Hopper) starten mit ihren Motorrädern zu einer Odyssee von Küste zu Küste. Sie entdecken die verschiedenen Gesichter der großen Städte und der kleinen Orte, machen Erfahrungen in einer Hippie-Kommune, mit Drogen und Sex in New Orleans' einschlägigem Milieu.
Mit Peter Fonda, Dennis Hopper, Jack Nicholson, Luke Askew, Antonio Mendoza, Mac Mashourian, Phil Spector, Warren Finnerty, Luana Anders, Sabrina Scharf, Robert Walker Jr.; Regie: Dennis Hopper
Kritiken
„Ein mit geringen Mitteln produziertes, aber äußerst populäres Roadmovie, in dem sich die gefährdeten Träume und das rebellische Lebensgefühl der Rock-Generation Ende der 1960er Jahre beispielhaft artikulieren. Zu den Bildern und Bewegungen des Films – die immer auch visionäre Inbilder und Seelenbewegungen der Helden sind – gesellt sich die Musik als gleichberechtigter Kommunikations- und Bedeutungsträger.“
Lexikon des internationalen Films
„Ein in Darstellung, Fotografie und Musik faszinierend schöner Film, der dem legalisierten Terror unserer Gesellschaft ein aufrichtig empfundenes, aber romantisch verklärtes Bild vom einfachen Leben in einer einfachen natürlichen Umgebung entgegensetzt. Sehenswert und vorzüglich zur Diskussion geeignet ab 16 Jahren.“
Evangelischer Film-Beobachter (Kritik Nr. 14/1970)
„Der Film handelt von zwei Hasch rauchenden Motorradfahrern, die als eine Art verspäteter ‚Pioniere‘ in verkehrter Richtung durch die Vereinigten Staaten fahren, von Westen nach Osten, auf der Suche nach einem geistigen El Dorado. Nicht zum ersten Mal bediente sich der Film der Hippies und des Drogenkults, aber trotz einiger schmerzlicher Entgleisungen ist ‚Easy Rider‘ der erste glaubwürdige Film über dieses Thema.“
Stanley Kauffmann: Die Zeit vom 5. September 1969
Auszeichnungen
Bei seiner Premiere am 8. Mai 1969 auf den Filmfestspielen von Cannes war Easy Rider für die Goldene Palme als bester Wettbewerbsfilm nominiert, musste sich aber Lindsay Andersons Drama If… geschlagen geben. Dennoch bekam er, beziehungsweise Dennis Hopper, den Prix de la première œuvre als bestes Erstlingswerk.
Zudem wurde vor allem die Leistung von Nebendarsteller Jack Nicholson honoriert, der jedoch bei den Oscars 1970 Gig Young (Nur Pferden gibt man den Gnadenschuß) den Vortritt lassen musste.
Nominierungen und Auszeichnungen im Einzelnen:
New York Film Critics Circle Awards 1969
Bester Nebendarsteller (Jack Nicholson)
Internationale Filmfestspiele von Cannes 1969
Bestes Erstlingswerk
Nominiert für die Goldene Palme als bester Film
Kansas City Film Critics Circle Awards 1969
Bester Nebendarsteller (Jack Nicholson)
Oscar 1970
Nominiert in den Kategorien
Bester Nebendarsteller (Jack Nicholson)
Bestes Originaldrehbuch
Britischer Filmpreis 1970
Nominiert in der Kategorie Bester Nebendarsteller (Jack Nicholson)
Golden Globe Award 1970
Nominiert in der Kategorie Bester Nebendarsteller (Jack Nicholson)
Directors Guild of America 1970
Nominiert in der Kategorie beste Regie
Étoile de Cristal 1970
Bester ausländischer Darsteller (Dennis Hopper)
Laurel Awards 1970
Bester Nebendarsteller (Jack Nicholson)
2. Platz in den Kategorien Beste Kamera und Bester Nachwuchsdarsteller (Peter Fonda)
5. Platz in den Kategorien Bestes Filmdrama und Bester Nachwuchsdarsteller (Dennis Hopper)
National Society of Film Critics Awards 1970
Bester Nebendarsteller (Jack Nicholson)
Spezialpreis (Dennis Hopper)
Writers Guild of America 1970
Nominiert in der Kategorie Bestes Original-Filmdrama
Kinema Junpo Awards 1971
Bester ausländischer Film
Im Jahr 1998 wurde der Film in das National Film Registry aufgenommen.
In beiden Ausgaben der vom American Film Institute herausgegebenen Ranglisten der „100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten“ ist Easy Rider vertreten: In Ausgabe 1998 auf Position 88 und in Ausgabe 2007 auf Platz 84.
Daten
USA 1969
Laufzeit: 92 Minuten
freigegeben: ab 16 Jahren
Bild: 16:9 (1,85:1) Farbe
Ton/Sprachen: Deutsch (Mono), Französisch (Mono), Italienisch (Mono), Spanisch (Mono, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch, Tschechisch, Portugiesisch, Französisch, Dänisch, Niederländisch, Polnisch, Türkisch, Ungarisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Isländisch, Spanisch, Schwedisch, Deutsch, Griechisch
Bonusmaterial
Filmographien der Besetzung Regie-Kommentar Filmdokumentation mit Produzenten
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