Johnny Guitar
Wenn Frauen hassen

(andere Titel: "Johnny Guitar – gehasst, gejagt, gefürchtet" und "Johnny Guitar – Gejagt, gehasst, gefürchtet")
Johnny der Gitarrenspieler hofft im Saloon einer alten Freundin Arbeit zu finden, nachdem er über lange Jahre nur mit seinen Waffen verheiratet war. Er sucht Frieden und Vergessen.
Vienna, die Chefin des Saloons, besitzt einen guten Riecher fürs Geschäft. Durch Spekulationen ist sie zu enigem Reichtum gekommen. Sie will jetzt in den geplanten Eisbahnbau investieren. Doch gerade das hat der starken Frau den Hass der Rancher eingebracht.
Vor allem die einflussreiche Emma Small sieht in Vienna ihre Erzfeindin.
Beide Frauen liebten einst den Revolverhelden Johnny Guitar. Eines Abends kehrt Johnny unerwartet zu Vienna zurück. Er hat genug vom wilden Leben und will sich nur noch seiner Musik widmen. Emma glaubt nun endgültig ihren Kampf um Johnny und gegen Vienna verloren zu haben. Sie überzeugt den Sheriff, dass Johnny ein Mörder mit dunkler Vergangenheit sei und erwirkt schließlich, daß Vienna und Johnny ein Ultimatum gestellt wird: Binnen 24 Stunden sollen sie die Stadt verlassen. Doch Vienna denkt nicht daran. Mit Johnny an ihrer Seite leistet sie erbitterten Widerstand. Als ihr Salon in Brand gesetzt wird, tritt sie zum Kampf gegen Emma an.
Mit Joan Crawford, Mercedes McCambridge, Sterling Hayden; Regie: Nicholas Ray
Kritiken
Während der Film bei seiner Erstaufführung zumeist negative Kritiken bekam, genießt er unter Filmkritikern inzwischen große Anerkennung. Häufig wird er sogar als „Kultfilm“ bezeichnet. Der Film "Johnny Guitar" wurde ins National Film Registry aufgenommen.
Der evangelische Filmbeobachter schrieb:
„Die Regie ist primitiv, die Handlung armselig aus Hass und Liebe, Kuss und Schuss zusammengeleimt“.
Für die Filmemacher der Nouvelle Vague wurde Johnny Guitar dagegen zu einem Kultfilm, den sie auch mehrmals in ihren späteren Filmen referenzierten. Das der Nouvelle Vague nahestehende Filmmagazin Cahiers du Cinema kürte ihn 1966 zum besten Western aller Zeiten.
François Truffaut verehrte den Film "Johnny Guitar" sehr:
„Johnny Guitar ist ein falscher Western, aber kein ‚intellektueller‘. Es ist geträumt, ein Märchen, ein halluzinatorischer Western. Johnny Guitar ist Die Schöne und das Biest als Western, ein Westerntraum. Die Cowboys verschwinden und sterben mit der Eleganz von Ballerinas. Die starken, gewaltigen Farben tragen zum Gefühl der Merkwürdigkeit bei; die Farbtöne sind lebhaft, manchmal sehr schön, immer unerwartet.“
Joe Hembus bezeichnet den Film als „eine Kuriosität und einen Kultfilm.“ Der Drehbuchautor habe das Skript als Anklage gegen den McCarthyismus und gegen Puritanismus verstanden. Crawford habe „in einem kritischen Stadium ihrer Karriere“ gestanden. Hembus ivermutet, dass der Film Rays Abschiedsgeschenk an Crawford gewesen sein könnte, ein „Werk der Liebe“ des sich gerade trennenden Paars Ray und Crawford.
Daten
USA 1954
Laufzeit: 105 Minuten
freigegeben: ab 12 Jahren
Bild: 4:3 (1.33:1) Farbe
Ton/Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Deutsch (Mono), Englisch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Mono)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial
Starinfos, Trailer
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