Was vom Tage übrigblieb
[Special Edition]

England in den dreißiger Jahren. Seit Jahrzehnten dient der Butler Stevens (Anthony Hopkins) auf dem herrschaftlichen Landsitz 'Darlington Hall'. Präzise wie ein Uhrwerk verrichtet Stevens seine Pflichten und merkt dabei nicht, welche Zeitbomben in seiner Umgebung ticken - die unheilvolle Kumpanei seines Dienstherren Lord Darlington (James Fox) mit den Nazis. Und die neue, attraktive Wirtschafterin: Miss Kenton (Emma Thompson) verliebt sich schon bald in Stevens. Doch der Butler gestattet sich keine Gefühle.
Mit Anthony Hopkins, Emma Thompson, James Fox, Christopher Reeve, Peter Vaughan, Hugh Grant; Regie: James Ivory
Kritiken
Blickpunkt: Film beschrieb Was vom Tage übrig blieb als „[s]timmungsvolles Sittengemälde von Englands Regiemeister James Ivory“.
Laut VideoWoche handle es sich um eine „meisterhafte Literaturverfilmung“, in der nach Wiedersehen in Howards End erneut Anthony Hopkins und Emma Thompson einen Film „über unterdrückte Gefühle und emotionale Codes mit Leben füllen“.
„Ein sensibler, von vorzüglichen Schauspielern profitierender Film, in dem intime Psychologie und sozialer Kommentar nahtlos ineinandergreifen“, lobte auch das Lexikon des internationalen Films.
Vincent Canby besprach in der New York Times einen grandiosen Film der Entsprechungen und Metaphorik. Man erhalte Einblicke in die Abläufe und die Funktionsweise eines solchen Anwesens und die Hierarchie der Dienerschaft. In psychologischer Tiefe und politischer Tragweite übertreffe der Film alles, was Jhabvala, Merchant und Ivory bisher gemacht hätten. Drehbuch und Regie seien kaum noch zu übertreffen („difficult to imagine, how anyone could improve“). Emma Thompson gelinge es, in einer fabelhaften („splendid“) Darstellung leidenschaftliches Begehren und Erregung glaubhaft zu machen („desperate, aching sexuality“). Ihm gefiel auch die Interpretation in den Nebenrollen.
Todd McCarthy sprach in Variety am 24. September 1993 von überragender („superior“) Schauspielkunst. Hopkins spiele nicht nur, er spiele sogar mit dem Publikum („toys with the audience“). Des Weiteren sah McCarthy Parallelen zu Zeit der Unschuld (1993).
Roger Ebert hatte den Roman für unverfilmbar gehalten, bis dieser Film ihn eines Besseren belehrt habe. Ivory, Merchant und Jhabvala seien mit diesem Film „auf der Höhe ihrer Kunst“ („at the height of their powers“) angelangt...Anthony Hopkins gebe die „Rolle seines Lebens“ („the performance of his life“), befand Rita Kempley in der Washington Post am 5. November 1993
Auszeichnungen
Nachdem die Kritik James Ivorys Film gefeiert hatte, erhielt der Film Nominierungen für zahlreiche Preise. Bei der Oscar-Verleihung 1994 war Was vom Tage übrig blieb achtmal nominiert, unter anderem als Bester Film, für die Beste Regie und die Besten Hauptdarsteller. Ivorys Produktion hatte jedoch gegenüber Steven Spielbergs Schindlers Liste und Jane Campions Das Piano das Nachsehen und ging leer aus. Das Drama wurde bei den British Academy Film Awards (sechs Nominierungen) und den Golden Globe Awards (fünf Nominierungen) im selben Jahr trotz zahlreicher Nominierungen bei allen wichtigen Filmpreisen ebenfalls ignoriert.
Daten
USA 1993
Laufzeit: 129 Minuten
freigegeben: ab 6 Jahren
Bild: 16:9 (2.35:1) Farbe
Ton/Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 2.1), Italienisch (Dolby Digital 2.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 2.1), Französisch (Dolby Digital 2.1)
Untertitel: Spanisch, Französisch, Englisch, Deutsch, Portugiesisch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Türkisch, Schwedisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Niederländisch, Isländisch, Griechisch, Hebräisch
Bonusmaterial
Trailer; Filmdokumentationen: Die Reise der Filmemacher; Blinde Loyalität:Wertlose Ehre; The masking of...; Entfallene Szenen; Filmkommentar: Schauspieler, Regisseur, Produzent; Filmografien: Schauspieler, Regisseur, Produzent
System
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