Bonnie und Clyde
SZ Cinemathke Nr. 31

Sie wurden innerhalb kürzester Zeit zu nationalen Berühmtheiten im Amerika der wilden 30er Jahre. Bonnie und Clyde, das berühmt-berüchtigte Liebes-und Gangsterpaar. Monatelang narrten sie die Polizei von ganz Texas und Louisiana. Sie plünderten Läden, raubten Banken aus und schossen auf alles, das sich ihnen in den Weg stellte.
Mit Warren Beatty, Faye Dunaway, Michael J. Pollard, Gene Hackman, Estelle Parsons, Denver Pyle, Dub Taylor, Evans Evans, Gene Wilder; Regie: Arthur Penn
Kritiken
„Die abenteuerliche und tragisch endende Geschichte eines Gangsterpaares im amerikanischen Südwesten der 20er Jahre, von Arthur Penn mit formalem Geschick und doppelbödigem Sarkasmus inszeniert. Ausgehend von tatsächlichen Ereignissen, entwickelt Arthur Penn seine Außenseiter-Ballade zum Spiegelbild amerikanischen Bewusstseins in den 60er Jahren; der Mythos des ‚guten Gangsters‘ wird beschworen und zugleich einer kritischen Revision unterzogen.“
Lexikon des internationalen Films
„Das eigensinnige junge Paar und ihre unfähigen Komplizen werden mit Komik und Zuneigung geschildert, die mit dem Fortgang der Handlung von der wachsenden Drohung eines blutigen Endes überdeckt werden. Die Augenblicke realistischer Gewaltschilderung sind eindrucksvoll in den großen Rahmen kindlicher Fantasie eingefügt.“
rororo Filmlexikon
„Arthur Penn zeigte die Bankräuber Clyde Barrow und seine Geliebte Bonnie Parker nicht als die Profis, die sie vermutlich waren, sondern als junge Leute, die leben, wie sie wollen, und zu Außenseitern nur werden, weil die Verhältnisse nicht so, sondern gemein sind.“
Uwe Nettelbeck
„Solche lächerlichen, Camp-durchtränkten Travestien der Sorte Menschen, die diese Desperados waren, und der Art, wie Menschen im staubigen Südwesten in jenen kargen Jahren lebten, hätten vielleicht als offen kommerzielle Film-Komödie, und als nichts anderes, durchgehen können, wenn der Film nicht mit Flecken der Gewalt der grausigsten Art gerötet wäre.“
Bosley Crowther: The New York Times
Mit der Zeit setzte sich in der Kritik jedoch die Überzeugung durch, dass es sich bei Bonnie und Clyde um ein für die Entwicklung des Films wegweisendes Werk handele:
„Bonnie und Clyde ist ein Meilenstein der amerikanischen Filmgeschichte, ein Werk von Wahrheit und Brillanz. Der Film ist schonungslos brutal, von Sympathie erfüllt, abscheulich, witzig, herzerweichend und unfassbar schön. Wenn es scheint, dass diese Begriffe nicht zusammenpassen, liegt es vielleicht daran, dass Filme selten die ganze Bandbreite menschlichen Lebens zeigen.“
Roger Ebert: Chicago Sun-Times
„Zu viele, unter anderem Filmkritiker, möchten, dass das Gesetz die Aufgabe der Filmkritik übernimmt. In Wirklichkeit wäre es ihnen vielleicht recht, wenn ihre eigenen Kritiken die Macht von Gesetzen hätten. Solche Leute sehen Bonnie und Clyde als Gefahr für die öffentliche Moral. Sie glauben, dass Leute in ein Theaterstück oder einen Film gehen und das, was dort passiert, mit der Realität verwechseln. Sie schauen auf die Welt und geben Filmen die Schuld. Aber wenn Frauen, die wütend auf ihre Männer sind, ihre Wut an ihren Kindern auslassen, glaube ich nicht, dass wir Medea dafür verantwortlich machen können.“
auline Kael: The New Yorker
Auszeichnungen
Oscar 1968
Oscar in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für Estelle Parsons
Oscar in der Kategorie Beste Kamera für Burnett Guffey
Nominierungen in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Warren Beatty), Beste Hauptdarstellerin (Faye Dunaway), Bester Nebendarsteller (Gene Hackman), Bester Nebendarsteller (Michael J. Pollard), Beste Regie, Bestes Kostümdesign und Bestes Originaldrehbuch.
Golden Globe Award 1968
Nominierungen in den Kategorien Bester Film – Drama, Bester Hauptdarsteller – Drama (Warren Beatty), Beste Hauptdarstellerin – Drama (Faye Dunaway), Bester Nebendarsteller (Michael J. Pollard), Beste Regie, Bestes Filmdrehbuch und Bester Nachwuchsdarsteller (Michael J. Pollard).
British Film Academy Award 1968
Preise der British Film Academy in der Kategorie Bester Nachwuchsdarsteller für Faye Dunaway sowie Michael J. Pollard
Nominierungen in den Kategorien Bester Film und Bester ausländischer Darsteller (Warren Beatty)
Laurel Award
als Bestes Action-Drama 1968
Bodil für den besten nicht-europäischen Film
DGA Award – Nominierung für die beste Regieleistung (Arthur Penn)
Étoile de Cristal – Beste ausländische Darstellerin (Faye Dunaway)
WGA Award für das beste amerikanische Drama sowie für das beste amerikanische Original-Drehbuch (David Newman und Robert Benton)
Grammy Awards 1969
Nominierung für die beste Original-Filmmusik
Aufnahme in das Verzeichnis der National Film Registry 1992
Auszeichnungen des American Film Institute
1998: Platz 27 in der Liste der besten 100 Filme aller Zeiten (2007: Platz 42)
Platz 13 in der zusammengestellten Liste der 100 besten Thriller aller Zeiten
Platz 65 in der Liste der 100 besten Liebesfilme aller Zeiten
Die von Faye Dunaway und Warren Beatty verkörperte Figuren Bonnie und Clyde schafften es auf Rang 32 in der Liste der Top 50 Schurken aller Zeiten
Das Zitat: Wir überfallen Banken erreichte Platz 41 in der Liste der besten 100 Filmzitate aller Zeiten
2008: Platz 5 der Top 10 Gangsterfilme aller Zeiten
Daten
USA 1967
Laufzeit: 107 Minuten
freigegeben: ab 16 Jahren
Bild: 16:9 (1,85:1) Farbe
Ton/Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch
System
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