Die Brücke

Acht noch minderjährige Jugendliche erhalten in den letzten Kriegstagen 1945 den völlig sinnlosen Befehl, eine Brücke bei einer Kleinstadt im Bayerischen Wald vor den anrückenden Amerikanern zu verteidigen. Mit patriotischem Enthusiasmus und Begeisterung glauben sie, ihren Auftrag erfüllen zu müssen. Erst nachdem einer nach dem anderen bei der Verteidigung der Brücke sein Leben lassen muss, wird die Sinnlosigkeit des Befehls offenkundig.
Mit Folker Bohnet, Fritz Wepper, Michael Hinz, : Jürgen Borchert, Karl Michael Balzer, Volker Lechtenbrink, Günter Hoffmann, Cordula Trantow, Wolfgang Stumpf, Günter Pfitzmann, Heinz Spitzner, Siegfried Schürenberg, Vico von Bülow, Edith Schultze-Westrum, Ruth Hausmeister, Eva Vaitl, Hans Elwenspoek, Trude Breitschopf, Klaus Hellmold, Edeltraut Elsner, Inge Benz, Hans Oettl, Georg Lehn, Heini Göbel; Regie: Bernhard Wicki
Kritiken
Die Süddeutsche Zeitung beschrieb anlässlich der Uraufführung am 22. Oktober 1959 in München Die Brücke als einen der „härtesten, bittersten Antikriegsfilme, die je über eine Leinwand liefen“.
Für den Filmkritiker Enno Patalas ging Die Brücke aber im Vergleich zu den zeitgenössischen Kriegsfilmen am weitesten in der Denunziation des Krieges. „Drastische Gewaltszenen demontieren bis ins Letzte die Vorstellung vom heroischen Soldatentod.“
Im Rückblick stand der Film für das Ende der westdeutschen Kriegsfilmwelle. Die Brücke ist der Antikriegsfilm des deutschen Nachkriegskinos, „der kompromißlos in die Heimatfilmverlogenheit der fünfziger Jahre einbrach“. Nach Ansicht des Filmkritikers Hilmar Hoffmann erschüttert Wickis Film auch heute noch „mit seiner kargen Bildästhetik und klaren Formsprache als aufrüttelnder Appell, der Vernunft und der Menschlichkeit zu folgen, anstatt dem blinden Wahn einer rücksichtslosen Ideologie“.Für Peer Moritz ist Die Brücke ein Plädoyer für kompromisslosen Pazifismus.
„Der Film enthüllt im Missbrauch jugendlicher Unbefangenheit und Ideale zugleich den schlimmen Aberwitz des Krieges. Das bedeutende Thema fand eine erschütternde und zugleich sachliche Gestaltung.“
Lexikon des internationalen Films
Auszeichnungen
„Die Brücke“ gehört zu den am meisten mit Preisen bedachten deutschen Nachkriegsfilmen. Mit einer beeindruckenden Dramaturgie und stark affektiven Bildern zeigt Wicki auf, wie die im Nationalsozialismus aufgewachsene deutsche Jugend mit einem fehlgeleiteten Idealismus aufwächst und zu einem Heldenwahn erzogen wird, der sie konsequent in den politisch missbrauchten „Tod fürs Vaterland“ führt.
Der Film wurde 1960 fünf Mal beim Deutschen Filmpreis ausgezeichnet:
Goldene Schale (Wanderpreis)
Fono-Film für den besten abendfüllenden Spielfilm
Bundesfilmbänder in Gold
Edith Schultze-Westrum für die beste weibliche Nebenrolle
Cordula Trantow für die beste Nachwuchsschauspielerin
Bernhard Wicki für die Regie
Hans-Martin Majewski für die beste Filmmusik
Bernhard Wicki erhielt für diesen Film 1989 aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Bundesrepublik Deutschland einen weiteren Spezialpreis des Bundesfilmpreises.
Außerdem erhielt der Film den Golden Globe Award als bester ausländischer Film und eine Nominierung für den Oscar als bester fremdsprachiger Film. Im Oktober 1959 Film des Monats der Evangelischen Filmgilde sowie noch weitere Auszeichnungen im In- und Ausland.
Daten
BRD 1959
Laufzeit: 98 Minuten
freigegeben: ab 12 Jahren
Bild: 4:3 Schwarzweiß
Ton/Sprache: Deutsch (Mono
Bonusmaterial
Interview mit Bernhard Wicki Trailer
System
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