Die Schlacht an der Somme

Die Schlacht an der Somme
Die Schlacht an der Somme (DVD)

Der Film zeigt - in bis dahin beispielloser Weise - die Grausamkeit des Stellungskrieges an der Westfront während des Ersten Weltkrieges. Zu sehen sind Filmaufnahmen von der Vorbereitung des Infanterieangriffe, dem vorausgehenden schwerem Trommelfeuer und dem ersten Tag der Somme-Schlacht. Die auf britischer Seite mit sehr vielen Toten und Verwundeten erkauften Geländegewinne waren nur gering: So wurde der 1. Juli 1916 bis heute der verlustreichste Tag der britischen Armee in ihrer Geschichte.

Dokumentarfilm.
Regie: Geoffrey H. Malins

Kritiken

"Obwohl der Film den Zusammenhalt zwischen den kämpfenden Soldaten und der Heimatfront stärken sollte und daher auch als Propagandafilm zu werten ist, beschränken sich die Angaben in den Zwischentiteln im Wesentlichen auf Fakten und Ortsangaben. Ein seltenes Beispiel für einen direkten propagandistischen Kommentar ist der Zwischentitel Nr. 8, auf dem zu lesen ist: Along the entire front the munition 'dumps”'are receiving vast supplies of shells; Thanks to the British munition workers'. 'Entlang der gesamten Front erhalten die Munitions-‚Lager‘ gewaltige Vorräte an Granaten; Vielen Dank den britischen Munitionsarbeitern.'

Dabei handelt es sich um eine klare Anspielung auf die Krise in der Versorgung der britischen Armee mit Artilleriegranaten im Vorjahr und die seither stark gesteigerte Rüstungsproduktion.

Nach der Veröffentlichung des Films lobten die meisten Kritiker den Film wegen seiner Realitätsnähe; einige fanden die Darstellung von verwundeten oder sterbenden Menschen im Kino (das ja eigentlich ein Unterhaltungsmedium war) jedoch unangebracht. So schrieb der Dean of Durham in einem Leserbrief an die Times:
'Crowds of Londoners feels no scruple at feasting their eyes on pictures which present the passion and death of British soldiers in the Battle of the Somme … a ‘film’ of war’s hideous tragedy is welcomed. I beg leave respectfully to enter a protest against an entertainment which wounds the hearts and violates the very sanctities of bereavement.'

„Massen von Londonern fühlen keine Skrupel, ihre Augen an Bildern zu weiden, die das Leiden und den Tod britischer Soldaten in der Schlacht an der Somme darstellen. Ein ‚Film‘ über die abscheuliche Tragödie des Krieges ist willkommen. Ich bitte respektvoll darum, gegen eine Unterhaltung protestieren zu dürfen, die die Herzen verwundet und die Heiligkeit des Verlustes verletzt.“
Hensley Henson, Dean of Durham: Leserbrief an die Times

Der bekannte Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle schrieb daraufhin seinerseits einen Leserbrief:
'Surely the Dean of Durham’s view is a very odd one and will not be shared by many of his fellow-countrymen. How can we learn to understand and sympathize with the glorious achievements and sacrifices of our soldiers so well as when we actually see them in action before our eyes! The film is a monument to their devotion. The theatre is filled constantly with the relatives of the men portrayed, and I do not think that they feel that there is any desecration in the performance. There is, however, one very obvious omission. The name and possibly the portrait of the brave operator who risked his life to secure this invaluable national possession should certainly be flashed upon the screen.'

'Sicher ist die Ansicht des Dekans von Durham sehr seltsam und wird nicht von vielen seiner Landsleute geteilt. Wie können wir lernen, die glorreichen Errungenschaften und Opfer unserer Soldaten so gut zu verstehen und mit ihnen zu sympathisieren, wie wenn wir sie tatsächlich vor unseren Augen in Aktion sehen! Der Film ist ein Denkmal für ihre Hingabe. Das Theater ist ständig mit den Verwandten der dargestellten Männer gefüllt, und ich glaube nicht, dass sie das Gefühl haben, dass die Aufführung irgendeine Entweihung enthält. Es gibt jedoch eine sehr offensichtliche Auslassung. Der Name und möglicherweise das Porträt des tapferen Kameramanns, der sein Leben riskierte, um diesen unschätzbaren nationalen Besitz zu sichern, sollte auf jeden Fall auf der Leinwand zu sehen sein.'
Sir Arthur Conan Doyle
: Leserbrief an die Times, abgedruckt am 1. September 1916

Am 2. September, im Anschluss an eine Privatvorstellung für die britische Königsfamilie in Windsor Castle, sagte König Georg V.:
'The public should see this pictures that they may have some idea of what the Army is doing, and what it means.'
'Die Öffentlichkeit sollte diese Bilder sehen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was die Armee tut und was es bedeutet.'

Als Reaktion auf den Film verfasste der britische Dichter Henry Newbolt ein Gedicht mit dem Titel The War Films, das am 14. Oktober 1916 auf der Titelseite der Times veröffentlicht wurde.[28] Auch sein Landsmann C.H.B. Kitchin, der selbst an der Schlacht teilgenommen hatte, sowie der Niederländer Jacobus van Looy setzten sich in ihren Gedichten mit dem Film thematisch auseinander.

Auch in Deutschland wurde The Battle of the Somme zur Kenntnis genommen. Ein vom Berliner Tageblatt nach Großbritannien geschickter neutraler Korrespondent schrieb, ihm sei bisher nichts Packenderes und Erregenderes als diese Filme geboten worden.

Quasi als Antwort auf The Battle of the Somme veröffentlichte das deutsche Bild- und Filmamt im Jahr 1917 einen ähnlichen, wenn auch deutlich kürzeren Film mit dem Titel Bei unseren Helden an der Somme. Dieser bestand jedoch – im Gegensatz zum britischen Film – zu einem wesentlich größeren Teil aus gestellten Aufnahmen.

Während The Battle of the Somme überwiegend das echte Geschehen an der Front zeigt, wurden einige wenige Szenen im Hinterland nachgestellt. Dies führte später zu Kritik. Historiker schätzen jedoch, dass lediglich etwa 70 Sekunden des gesamten Films keine Originalaufnahmen sind.

In den folgenden Jahrzehnten wurden immer wieder Ausschnitte des Films in Dokumentarfilmen oder Büchern über den Ersten Weltkrieg verwendet. Einige Bilder bzw. Sequenzen entwickelten sich regelrecht zu Medienikonen – allen voran die Szene, in der ein britischer Soldat einen verwundeten Kameraden auf seinem Rücken durch den Schützengraben trägt.

Auch der neuseeländische Regisseur Peter Jackson griff für seinen 2018 uraufgeführten Film They Shall Not Grow Old auf einige Szenen aus The Battle of the Somme zurück, die dafür koloriert und neu vertont wurden."
Wikipedia - Die freie Enzyklopädie

Auszeichnungen

Die außerordentliche dokumentarische Bedeutung des Films wurde 2005 durch seinen Eintrag in das UNESCO "Memory of the World"-Register (Weltdokumentenerbe) gewürdigt. Die Restaurierung und digitale Aufbereitung des Films gibt den Zuschauern jetzt die Möglichkeit, den Film annähernd in der Schnittfassung und Bildqualität seiner Entstehungszeit zu sehen.

Daten

UK 1916
Laufzeit: 75 Minuten
freigegeben: als Infoprogramm

Bild: 4:3 - Schwarzweiß
Ton/Sprachen: DD 5.1, engl. Texttafeln, wahlweise mit deutschem Voice-over oder deutschen
Untertiteln

Bonusmaterial

Es stehen drei Soundtracks zur Verfügung: Eine neu komponierte Orchestermusik von Laura Rossi, wahlweise in Stereo und DD 5.1, sowie ein erstmals eingespieltes Medley, das auf dem ursprünglichen Musikvorschlag zur Begleitung des Films aus dem Jahr 1916 basiert.
Audiokommentar in engl. Sprache; Fehlende Szenen und Sequenzen; Interviews zur Neuvertonung und Filmrestaurierung Länge der Extras: 59 Minuzrn, Informatives Booklet (40 Seiten + Zeitungsausschnitte)

System

DVD

Restposten: Nur 1 Exemplar auf Lager!
Lieferzeit: Je nach Versandart 1 bis 7 Werktage

Zustand

gebraucht, sehr gut,

Die Rechnung für diese DVD kann nur auf Privatpersonen ausgestellt werden, nicht jedoch auf den Namen von Schulen, Medienverleihstellen, kirchliche, staatliche und kommunale Einrichtungen, Vereine, u. ä.

Diese DVD ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Öffentliche Vorführungen, Verleih, Vermietung, Sendung, Handel, Versteigerung, Vervielfältigung und Verbreitung, z.B. über Internet (auch in Ausschnitten) sind untersagt.

Kaufpreis

Bestell-Nr.: D5607

sofort ab Lager lieferbar

4,50 EUR

incl. 7% USt. zzgl. Versand
Gewicht: 0.1 kg
St


Info:

Woche für Woche neue Highlights der Filmgeschichte als gebrauchte DVD-Einzelexemplare schon ab 1,50 € unter > FILMOTHEK > DVD-Restposten

zur Übersicht der noch lieferbaren Restposten...

Zuletzt angesehen

Was geschah wirklich mit Baby Jane?

Eine absolut mitreißende schwarze Komödie. Bette Davis macht ihre makabre Rolle offensichtlich einen Heidenspass.

Metropolis

Joh Fredersen, ein Großindustrieller, ist Herr über Metropolis, der glitzernden Stadt der Zukunft. Schatten und Licht liegen dort eng beieinander. Die Reichen vergnügen sich in den Freizeitgärten der Oberstadt, während die Arbeiter in die unterirdische Stadt ein erbärmliches Leben fristen müssen.

BLICKPUNKT:FILM 1984

Ausgabe-Nr. 1 - Ausgabe-Nr. 36 (Januar bis Dezember 1984) Anzahl der Hefte: 29 Stück, inklusive Doppelnummern Fehlende Hefte: Ausgabe-Nr. 1-4, 26, 34 (6 Hefte) Beilagen sind nicht enthalten!

Diese Liste nicht mehr anzeigen.

Wir verwenden Cookies zur Funktionalität unseres Shops und um unsere Website zu optimieren. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen