Metropolis
Sonderausgabe: Special Edition (3 DVDs)

Joh Fredersen, ein Großindustrieller, ist Herr über Metropolis, der glitzernden Stadt der Zukunft. Schatten und Licht liegen dort eng beieinander. Die Reichen vergnügen sich in den Freizeitgärten der Oberstadt, während die Arbeiter in die unterirdische Stadt ein erbärmliches Leben fristen müssen. Freder Fredersen, Sohn des Metropolis-Bosses, trifft eines Tages Maria, eine schöne, junge Frau aus der unterirdischen Stadt. Maria, in die er sich verliebt hat, führt ihn in die Unterwelt. Sie wird von den Arbeitern respektiert und verehrt. In der Armensiedlung brodelt die Stimmung! Die Arbeiter wollen nicht mehr länger im Elend leben. Es kommt zum Aufstand: Wissenschaftler Rotwang, ehrgeizig und dem alten Fredersen spinnefeind, verschleppt Maria und konstruiert eine mechanische Doppelgängerin, die die Arbeiter zur Revolution aufhetzt. Metropolis steht unter Wasser. Ein harter Kampf entbrennt...
Mit Heinrich George, Fritz Rasp, Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel; Regie: Fritz Lang
Kritiken
Kritiker und Publikum nahmen den Film nach seiner Uraufführung schlecht auf. Die filmhistorische Bedeutung von Metropolis ergab sich erst in späteren Jahrzehnten.
Der Film war ein kommerzielles Fiasko: Er wurde nach der Premiere am 10. Januar im Ufa-Palast am Zoo in einem einzigen Berliner Kino aufgeführt – im UFA-Pavillon am Nollendorfplatz (600 Sitzplätze) – und zog dort bis zum 13. Mai 1927, dem Schwarzen Freitag in Berlin, lediglich 15.000 Zuschauer an.
Die finanziell angeschlagene Ufa wurde im März 1927 von dem damals einflussreichsten deutschen Medienunternehmer Alfred Hugenberg übernommen. Danach wurde die Premierenfassung eingezogen, die Kopien vernichtet. Am 25. August desselben Jahres hatte eine nach amerikanischem Vorbild gekürzte und inhaltlich abgewandelte Version in den Münchener Sendlinger-Tor-Lichtspielen und im Ufa-Palast Stuttgart „Premiere“, fand aber ebenfalls kaum Publikum.
„Dem Regisseur schwebte scheinbar ein utopischer Film vor, der Tendenzen der Wirklichkeit enthalten sollte. Für jeden etwas: Der Bourgeoisie die ‚Metropolis‘, für die Arbeiter den Sturm auf die Maschinen, für die Sozialdemokraten die Arbeitsgemeinschaft, für die Christlichen das ‚Goldene Herz‘ und den Heilandsspuk. […] Abgesehen von dem kitschigen Inhalt ist die filmtechnische Leistung zweifelsohne hervorragend und in ihrer Art bisher unerreicht. Die Illusion der Wolkenkratzerstadt, die Darstellung der Maschinenunterwelt, die ‚Geburt‘ der Menschenmaschine, die Überschwemmung sowie einige der Massenszenen sind ausgezeichnet.“
Die Rote Fahne, 12. Januar 1927
„Nimm zehn Tonnen Grausen, gieße ein Zehntel Sentimentalität darüber, koche es mit sozialem Empfinden auf und würze es mit Mystik nach Bedarf, verrühre das Ganze mit Mark (sieben Millionen) und du erhältst einen prima Kolossalfilm.“
Simplicissimus Nr. 44/1927
Auszeichnungen
2001: Weltdokumentenerbe der UNESCO
Daten
Deutschland 1935
Laufzeit: 144 Minuten
freigegeben ab 6 Jahren
Bild: 4:3 Schwarzweiß
Ton/Sprachen: Deutsch (DD 5.1 Stereo) Musikuntermalung
Untertitel: Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Deutsch
Bonusmaterial
Disc 2 Metropolis - Die Restaurierung eines Filmklassikers von ChristianEhrhardt (ca. 28 Min.);
Metropolis Refound von Evangelina Loguercio, Diego Panich, Laura Tusi und Sebastian Yablon (ca. 47 Min.);
Die Reise nach Metropolis von Artem Demenok (ca.53 Min.) Disc 3 Umfassende weitere Bonusmaterialien (Informationen zur Restaurierung, Arbeitsbeispiele, Mini Features, Tricktechnik und Bildergalerie) Kuratiert von Friedrich-Willhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden gemeinsam mit Deutsche Kinemathek, Berlin; 32-seitiges Booklet;
System
DVD
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