Ein Hauch von Nerz

Mit seiner Luxuslimousine bespritzt Philip Shayne (Cary Grant) im Vorbeifahren den Mantel der arbeitslosen Cathy Timberlake (Doris Day). Philip ist ein gut aussehender Geschäftsmann, der sein Junggesellendasein in vollen Zügen genießt. Auch die empörte Cathy möchte er erobern. Als Wiedergutmachung für sein Malheur überredet er sie zu einer Traumreise auf die Bermudas. Das verführerische Ambiente ruft bei Cathy einen nervösen Ausschlag hervor und Philip ist schachmatt, aber so schnell gibt er sich nicht geschlagen.
Mit Doris Day, Cary Grant, Gig Young, Audrey Meadows, John Astin; Regie: Delbert Mann
Kritiken
„Nach ‚Bettgeflüster‘ und ‚Ein Pyjama für zwei‘ die dritte Variation eines Erfolgsrezeptes mit Doris Day: ein heiter-komödiantisches, bei aller Koketterie stets sauberes Spiel mit der Frivolität. Seinen eigentlichen Witz bezieht der Film aus der ins Bizarre übersteigerten Nebenhandlung, die die Liebesgeschichte bricht und aufs köstlichste karikiert.“
Lexikon des internationalen Films
Als Ein Hauch von Nerz 1962 in die Kinos kam, neigte sich die große Zeit des klassischen Hollywoods bereits ihrem Ende zu. Die prunkvollen Genre-Spektakel, die die Studios im Laufe der 50er-Jahre produziert hatten, wirkten immer mehr wie behäbige Dinosaurier, die nur darauf warteten, von jungen Filmemachern wie Sam Peckinpah und Arthur Penn in ihrer geistigen Trägheit entlarvt zu werden. Im Grunde gehört Ein Hauch von Nerz auch zu jener Sorte von Filmen, die lediglich die Standards der guten alten Zeit recyceln. Doch zugleich markiert der Film eine Art Abschiedsvorstellung einer Ära, deren Naivität aus heutiger Sicht großen Charme hat. So darf man nicht erwarten, dass für Cary Grant und Doris Day in diesem Film ein gemeinsames Bett zur Verfügung steht, denn Sex war nicht Teil dieser Welt. Dennoch sind es romantische Impulse, die die Story in Gang setzen. Als der Rolls-Royce des reichen Geschäftsmannes Philip Shayne (Cary Grant) durch eine Pfütze braust und die junge Cathy Timberlake (Doris Day) mit Schmutzwasser besudelt, stehen die Zeichen auf Sturm. Denn sie befand sich auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch, das ihrer Arbeitslosigkeit endlich ein Ende bereiten sollte. Dass diesem unglücklichen Auftakt ein umso glücklicheres Ende folgt, steht allerdings trotz Cathys Weigerung, dem Reiz des großen Geldes nachzugeben, jederzeit außer Frage. Schließlich geht es nicht um das psychologisch differenzierte Porträt einer problematischen Beziehung, sondern allein um Cary Grant und Doris Day, die ihrer Rolle als Gallionsfiguren der romantischen Komödie gerecht werden und elegant umeinander werben. Dass manche Gags nicht so recht zünden und die Inszenierung ziemlich steril ausgefallen ist, fällt zwar stellenweise unangenehm deutlich ins Auge, doch wenn man bereit ist, über die Schwächen des Films hinwegzusehen, kann man Ein Hauch von Nerz als angenehm altmodisches Filmvergnügen genießen.
René Classen
Auszeichnungen
1963 Golden Globe Award/Bester Film – Komödie oder Musical
1963 nominiert für drei Oscars: „Art Direction“, „Sound“ und „Writing“
1963 Laurel Award für die beste Komödie
Daten
USA 1962
Laufzeit: 97 Minuten
freigegeben: ab 16 Jahren
Bild: 16:9 (2,35:1)Farbe
Ton/Sprachen: Deutsch (Mono), Englisch (Mono)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial
Doku: "Gary Grant - The Leading Man" (1988), Trailer,
System
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