Eine unbequeme Wahrheit

Die Menschheit sitzt auf einer Zeitbombe. Wenn die große Mehrheit der internationalen Wissenschaftler recht hat, bleiben uns nur noch zehn Jahre, um eine große Katastrophe abzuwenden, die das Klima unseres Planeten zerstören wird. Die Folge werden extreme Wetterveränderungen sein, Fluten, Dürren, Epidemien und tödliche Hitzewellen von ungekanntem Ausmaß - eine Katastrophe, die wir selbst verschulden. Das klingt wie nach einem Rezept für schwermütigen Trübsinn und pessimistische Kassandra-Rufe? Warten Sie's ab! Auf den Filmfestivals von Sundance und Cannes sorgte Eine unbequeme Wahrheit für Furore. Regisseur Davis Guggenheim wirft darin einen leidenschaftlichen Blick auf einen Menschen, der mit großem Engagement über Mythen und Missverständnisse beim Thema globale Erwärmung aufklärt und Vorschläge zur Abhilfe macht. Dieser Mensch heißt Al Gore, war Vizepräsident der USA und hat sich nach dem Verlust der Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000 ganz dem Umweltschutz verschrieben. In diesem faszinierenden Portrait von Gore und seiner 'Traveling Global Warming Show' erweist sich Gore als witzig, engagiert und analytisch präzise. Er präsentiert verblüffende Fakten und Zusammenhänge über den, wie er es nennt, 'globalen Notfall'. Sein Publikum sind ganz normale Menschen - gerade sie haben einen Anspruch auf Informationen, bevor es zu spät ist. Im Jahr 2005 erlebte Amerika die schlimmsten Stürme seiner Geschichte. Es scheint, als sei ein Wendepunkt erreicht - und Gore schildert das Szenario dieser düsteren Situation. Zwischen dem Vortrag von Gore streut der Film immer wieder biografische Aspekte ein: wie der idealistische College-Student sich schon früh für Ökologie interessierte; wie eine Familientragödie sein Leben als junger Senator grundlegend veränderte; wie der Mann, der fast US-Präsident wurde, zur leidenschaftlichsten Aufgabe seines Lebens zurückkehrte - überzeugt, dass noch genügend Zeit bleibt, die Dinge zu verändern. Mit Witz, Humor und Hoffnung schildert Eine unbequeme Wahrheit die überzeugende Argumentation von Al Gore: Wir können es uns nicht länger leisten, die globale Erwärmung als politisches Thema anzusehen, sie ist die größte moralische Herausforderung für die Bewohner dieses Planeten.

Dokumentarfilm von Davis Guggenheim

Kritiken

Eine Reihe von Klimatologen bestätigen, dass Al Gore den Stand der Klimaforschung im Film bis auf wenige, nebensächliche Details richtig darstellt. Ein Richter am High Court in London urteilte im Jahre 2007, dass der Film den Stand der Forschung zu Ursachen und wahrscheinlichen Folgen des Klimawandels „weitgehend korrekt“ wiedergebe. Auch der Kieler Klimaforscher Mojib Latif bezeichnet den Film als „im Großen und Ganzen richtig“, kritisiert jedoch das mangelnde wissenschaftliche Fundament des Films zum Beispiel in Bezug auf Einmalereignisse wie den Hurrikan Katrina, die nur dann eine Aussagekraft haben, wenn sie gehäuft auftreten.

Kritisiert wurde die Kürze, in der auf Lösungen der dargestellten Probleme eingegangen wurde. Gore wird vorgeworfen, für die Darstellung der dringend notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz im Film zu wenig Zeit zu verwenden, wodurch diese inhaltlich ungenau erläutert würden. Kritiker werfen Gore auch ungenügende Konsequenz bei der Anpassung des eigenen Lebensstils an die von ihm propagierten Ideale vor. Beispielsweise wird Gore im Film mehrfach in einem Flugzeug gezeigt. Al Gore verwende also selbst auch umweltschädliche Fortbewegungsmittel. Auch verfügt er über mehrere große private Anwesen, was ebenfalls mit dem Ziel, einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen, kollidiere. Al Gore gleicht jedoch jeden Flug und den übrigen von ihm unvermeidlich verursachten Kohlendioxid-Ausstoß durch eine entsprechende Verminderung an anderer Stelle aus, indem er – ähnlich wie bei der deutschen Variante atmosfair – für entsprechende Treibhausgas-Reduktionsmaßnahmen Geld spendet.[9] Außerdem steht entgegen Kampagnen der Boulevardpresse gar nicht zur Debatte, den Flugverkehr völlig abzuschaffen, sondern ihn lediglich auf ein vertretbares und notwendiges Maß zu reduzieren.

Manche Kritiker werfen Al Gore übertriebene oder einseitige Darstellung und die Präsentation von angeblich wissenschaftlich nicht immer gesicherten Fakten vor: Er verwende worst-case-Szenarien ohne zeitliche Einordnung, wie das komplette Abschmelzen der westlichen Antarktis, was nach heutigem Kenntnisstand wahrscheinlich mindestens einige tausend Jahre dauern würde. In diesem Kontext zeigt Gore die Folgen eines ansteigenden Meeresspiegels um mehrere Meter, darunter die Überflutung weiter Teile von New York und New Orleans, ohne den realistischeren Zeithorizont anzugeben. Dies sei alarmistisch.

An britischen Schulen darf der Film seit Oktober 2007 nicht mehr unkommentiert vorgeführt werden. Ein Gericht befand den Film für fehlerbehaftet und verlangte von den Lehrern, bei einer Vorführung auf insgesamt neun vom Gericht benannte Fehler hinzuweisen, unter anderem darauf, dass das Abschmelzen der Gletscher in der Westantarktis und in Grönland nicht „in naher Zukunft“, wie im Film behauptet, die Meeresspiegel dramatisch ansteigen lasse, sondern eher in Jahrtausenden. Die Forderung der klagenden Eltern, den Film im Unterricht verbieten zu lassen, lehnte das Gericht jedoch mit der Begründung ab, der Film sei im Ganzen „weitgehend korrekt“.
Unwahrheiten in der „Unbequemen Wahrheit“. Süddeutsche Zeitung

Auszeichnungen

Academy Awards 2007
Oscar für Davis Guggenheim in der Kategorie Bester Dokumentarfilm
Oscar für Melissa Etheridge in der Kategorie Bester Song für das Lied „I Need to Wake up“

Grammy Award 2007
Nominierung für Melissa Etheridge in der Kategorie Bester Filmsong für den Song „I Need to Wake up“

Producers Guild of America Awards 2007
Stanley Kramer Award in der Kategorie Beste Dokumentation[16]

DUH-Umwelt-Medienpreis 2006

Sonderpreis Film

National Board of Review Award 2006

NBR Award in der Kategorie Bester Dokumentarfilm

Satellite Awards 2006

Nominierung in der Kategorie Bester Dokumentarfilm
Satellite Award in der Kategorie Best Documentary DVD

Preise von Filmkritiker-Vereinigungen

Daneben konnte der Film Auszeichnungen verschiedener lokaler Filmkritiker-Vereinigungen in der Kategorie Bester Dokumentarfilm gewinnen:

New York Filmcritics Online 2007
Chicago Film Critics Association Awards 2006
Dallas-Fort Worth Film Critics Association Awards 2006
Florida Film Critics Circle Awards 2006 (hier in der Kategorie Best Non-Fiction Film)
Los Angeles Film Critics Association Awards 2006
San Francisco Film Critics Circle 2006
Southeastern Film Critics Association Awards 2006
Washington DC Area Film Critics Association Awards 2006

Daten

USA 2006
Laufzeit: 93 Minuten
freigegeben: ab 0 Jahren

Bild: 16:9 (1.77:1) Farbe
Ton/Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Türkisch, Englisch

Bonusmaterial

Making Of; "I Need To Wake Up"-Musikvideo von Melissa Etheridge; Kommentare; Ein Update vom einstigen Vizepräsidenten Al Gore;

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