Honeymoon Killers

Schonungslos offen erzählt 'Honeymoon Killers' die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte der übergewichtigen Martha Beck (Shirley Stoler) und ihres Freundes Ray Fernandez (Tony Lo Bianco), einem schmierigen Gigolo, die als die 'Lonely Hearts' Serienmörder 1951 in die amerikanische Justizgeschichte eingingen. Gemeinsam erschlichen sie sich das Vertrauen einsamer, reicher Frauen, um danach eine nach der anderen zu ermorden.
Die übergewichtige, nicht mehr ganz junge Krankenschwester Martha Beck verliebt sich in den Heiratsschwindler Ray Fernandez. Als er sie nach erfolgter Geldübergabe abservieren will, täuscht Martha mit Hilfe einer Freundin einen Selbstmordversuch vor. Ray beichtet ihr daraufhin die Wahrheit. Beide werden ein Liebespaar und Martha bringt ihre Mutter in ein Heim um sich stattdessen um Ray kümmern zu können.
Danach erschleicht sich das Paar, mit Ray als scheinbar heiratswilligem Bewerber, das Vertrauen älterer, alleinstehender Frauen, um diese auszurauben und zu ermorden. Als eine dieser Frauen wie es scheint von Ray schwanger wird, informiert Martha in ihrer Eifersucht die Polizei. Beide werden festgenommen und, wie der Schlusstitel mitteilt, hingerichtet.
Mit Shirley Stoler, Tony Lo Bianco, Elsa Raven, Mary Jane Higby, Doris Roberts, Kip McArdle, Marilyn Chris; Regie: Leonard Kastle
Kritiken
Honeymoon Killers erhielt überwiegend gute Kritiken. So schrieb etwa der Kritiker des Branchenblattes Variety, der Film sei „mit Sorgfalt, Authentizität und Liebe zum Detail gemacht“.
Der Kritiker der New York Times lobte die Leistungen von Regie und Hauptdarstellern und nannte den Film ein „gelungenes Kammerspiel“. Pauline Kaels sehr negative Kritik zählte zu den wenigen Ausnahmen, sie sprach von einem „furchtbaren Film“.
François Truffaut hingegen bezeichnete den Thriller als einen seiner liebsten amerikanischen Filme.
„Kein Krimi, sondern ein Liebesfilm; seine Bilder sind so hell, dass die Augen schmerzen; seine Personen geben das Geheimnis ihrer kranken Liebe nicht preis und verweigern sich jeder Deutung.“
DER SPIEGEL 1990 anlässlich der deutschen Wiederaufführung
„Der einzige Film des Opernkomponisten Kastle ist eine billig produzierte, aber hervorragend fotografierte, ebenso unterkühlte wie beklemmende Satire auf den American way of life."
Lexikon des internationalen Films
Daten
USA 1970
Laufzeit: 103 Minuten
freigegeben: ab 16 Jahren
Bild:4:3 (2,33:1) Schwarzweiß
Ton/Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
Bonusmaterial
Fotogalerie; Biografien; Programmhinweise;
System
DVD
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