Rakete zum Mond
50. Jubiläums-Edition

Dank privater Investoren landen die Amerikaner mit einer atombetriebenen Rakete vor der Konkurrenz aus dem Osten auf dem Mond. Da man wegen Protesten auf der Erde übereilt losflog, ist nicht genug Treibstoff für den Rückflug vorhanden. Aber die auf dem Erdentrabanten festsitzende Crew strotzt nur so vor Ideen.
Mit John Archer, Warner Anderson, Tom Powers, Dick Wesson, Erin O’Brien-Moore; Regie: Irving Pichel
Kritiken
Aufgrund seiner politischen Aussage ist Rakete zum Mond vielfach als Propagandamachwerk beschrieben worden. Dabei gilt er bei vielen als der erste moderne Science-Fiction-Film. Heinlein, der auch am Drehbuch mitarbeitete, galt manchen als rechtsgerichteter Hardliner der Science-Fiction.
In Heinleins Roman haben die Nationalsozialisten schon Atomwaffen auf dem Mond stationiert, im Film wird eine konkurrierende Nation nur angedeutet, aber die Warnung, man könne vom Mond aus Atomraketen auf die Erde schießen, ist für die Finanziers das entscheidende Argument. Die US-Amerikaner nehmen den Mond feierlich und mit Gottes Hilfe für die Menschheit in Besitz.
Heute technisch völlig überholt, wurde bei der Ausstattung des Films Wert auf Authentizität und das zu dieser Zeit technisch Machbare gelegt. Mondlandschaft und Rakete (für die „Außenaufnahmen“ im All) sind gezeichnet worden. Kurios ist ein Werbefilm mit Woody Woodpecker, der den Finanziers das technische Prinzip erklärt.
Mit Fritz Langs Film Frau im Mond aus dem Jahre 1929 hat Rekete zum Mond gemein, dass das Mondunternehmen von bösen Mächten gestört wird, dass diese aber nach dem Start der Rakete keine Bedeutung mehr haben (der Gangster bei Lang handelt aus eigenem Antrieb). Die Spannung am Ende der Filme soll dadurch erzeugt werden, dass aus technischen Gründen nicht alle Mondfahrer mit zurückfliegen können. Anders als bei Langs Film wird in Endstation Mond der Bösewicht sogar nur angedeutet.
„Utopische Unterhaltung im Dienste amerikanischer Militärstrategie. Einige belehrende Zeichentricks für alt und jung.“
6000 Filme. Kritische Notizen aus den Kinojahren 1945 bis 1958
Handbuch V der katholischen Filmkritik
„… So wurde der Film, seiner politischen Aussage nach, ein Propagandamachwerk und Vorbild für viele amerikanische Space Operas. Die feierliche Inbesitznahme des Mondes durch die Vertreter Amerikas geschieht dabei grundsätzlich im Namen der freien Welt und mit „Hilfe Gottes“, um für das strategische „Gleichgewicht“ zu sorgen … Es entstand ein halbdokumentarischer Spielfilm mit unbekannten Schauspielern, dafür aber ziemlich hohen Kosten (rund 600 000 Dollar), der heutzutage, da vom technischen Inhalt her völlig überholt, nur noch Filmgeschichte darstellt …“
Hahn/Jansen, Lexikon des Science Fiction Films
Auszeichnungen
1951: Oscar in der Kategorie Beste Spezialeffekte (Devereaux Jennings, Gordon Jennings und Paul K. Lerpae)
1951 Bronzener Bär auf der Berlinale 1951 in der Kategorie Abenteuer- und Kriminalfilme
Daten
USA 1950
Laufzeit: 90 Minuten
freigegeben: ab 12 Jahren
Bild: 4:3 (1.33:1) Farbe
Ton/Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0
Untertitel: Englisch
System
DVD
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