Es tanzt die Göttin

Rita Hayworth, Oscar-Preisträger Gene Kelly (Ehren-Oscar 1952), Phil Silvers und Eve Arden spielen die Hauptrollen in diesem aufwändig produzierten Musical von Regisseur Charles Vidor über eine Nachtclub-Tänzerin aus Brooklyn, die ihren Liebsten verlässt, nachdem sie einen Covergirl-Wettbewerb gewonnen hat und feststellen muss, dass Ruhm und Reichtum bei weitem kein Ersatz für die wahre Liebe sind. 'Es tanzt die Göttin' wurde zum Wendepunkt in der Geschichte des Hollywood-Musicals. Zum ersten Mal wurden die Lieder nicht einfach nur aneinandergereiht, sondern fungierten als wichtige Elemente in der Entwicklung der Story. Der Film wurde zugleich zum entscheidenden Wendepunkt in der Karriere von Gene Kelly und etablierte ihn als virtuosen Choreograf und begabten Tänzer. Sein technisch revolutionärer 'Alter Ego' Auftritt, in dem Kelly mit sich selbst tanzt, lieferte die Inspiration für seinen späteren Klassiker 'Singing In the Rain' und war laut Kelly die schwierigste Filmsequenz, die er je gedreht hatte. 'Es tanzt die Göttin' festigte außerdem Rita Hayworths Reputation als talentierteste Tänzerin Hollywoods. Sogar Betty Grable gab damals zu, dass Hayworth sie in den Schatten stellte. Die unvergessliche Musik stammt aus der Feder von Jerome Kern und Ira Gershwin. Die unsterbliche Ballade 'Long Ago And Far Away' gilt bis heute als eines der schönsten Lieder, die je für einen Film geschrieben wurden.
Mit Rita Hayworth, Gene Kelly, Lee Bowman, Phil Silvers, Jinx Falkenburg, Leslie Brooks; Regie: Charles Vidor
Kritiken
Der Film erhielt weitgehend glühende Kritiken mit besonderem Lob an die Technicolor-Farben, Gene Kellys Alter-Ego-Nummer und Hayworths Liebreiz. Man verglich beide Hauptdarsteller gar mit Fred Astaire und Ginger Rogers und feierte sie als neues Traumpaar des Leinwandmusicals.
Sowohl Hayworth als auch Kelly stiegen in der Folge in die A-Liga der Hollywoodstars auf. Columbia erwarb daraufhin die Rechte an Kellys Broadway-Hit Pal Joey, in der Hoffnung, Kelly und Hayworth erneut gemeinsam vor die Kamera zu bringen. MGM weigerte sich jedoch, Kelly ein weiteres Mal an Columbia auszuleihen. Louis B. Mayers Studio hatte bis dahin Gene Kellys Talent weitgehend unterschätzt. Doch nun erkannte das Studio, was es an ihm hatte, und er bekam größere Rollen.
Für das US-Magazin Time war Es tanzt die Göttin seinerzeit „das beste Leinwandmusical des Jahres und eines der besten seit Langem“. Dabei habe nicht einmal die Handlung – „das einzig Banale dabei“ – einen Strich durch die Rechnung gemacht. Rita Hayworths und Gene Kellys Tänze seien „die besten, seit sich Astaire und Rogers getrennt haben“. Hayworths Tanzen sei „besser als je zuvor“, sie sehe zudem „mehr denn je wie ein Modell Tizians“ aus und zeige Ansätze von echtem Schauspiel.
Bosley Crowther von der New York Times konstatierte, dass die Leinwand „mit einer umwerfenden Ausstattung“ in alle Farben des Regenbogens gehüllt werde. Zudem könne „diese farbenprächtige Verbeugung vor göttlicher Weiblichkeit“ mit schöner Musik aus der Feder von Jerome Kern punkten. Rita Hayworth lege einen Zauber an den Tag, „den sie bisher noch nie so geschickt eingesetzt hat“.
Variety lobte die „gute und konsequente Regie von Charles Vidor“, die sich die technischen Erneuerungen im höchsten Maße zunutze gemacht habe. Die Tanzsequenzen, die Hayworths und Kellys tänzerische Fähigkeiten veranschaulichen, seien „meisterhaft inszeniert“. Auch sei die Musik von Jerome Kern und Ira Gershwin, die sieben Songs umfasse, „von hohem Kaliber“.
Der Filmkritiker Leonard Maltin meinte, dass der Film die „unglaublich klischeehafte Handlung“ dank „Ritas Liebreiz, der feinen Musik von Jerome Kern und Ira Gershwin und insbesondere Kellys Soloauftritten“ überwinde. Phil Silvers steuere „ein paar Lacher“ bei, doch sei es Eve Arden, die „allen die Show als Krugers scharfzüngige Assistentin [stiehlt]“.[6] Laut Craig Butler vom All Movie Guide sei Rita Hayworth „definitiv und verdientermaßen der Star des Films“, doch habe es Kelly vermocht, „sich neben ihr zu behaupten“. Sie würden zudem „auf wundersame Weise“ harmonieren. Hayworth sehe in einer Reihe von „herrlichen“ Kostümen „hinreißend“ aus. Sie spiele ihre Rolle „sehr instinktiv“ und ihr Tanzen sei „fantastisch“. Der „jungenhaft aussehende“ Gene Kelly klinge „großartig“ und zeige „seine ersten choreografischen Glanzleistungen während der berühmten Alter-Ego-Sequenz“. Die Filmmusik sei „erstklassig“; dabei sei Long Ago and Far Away „zu Recht ein Highlight“. Phil Silvers und Eve Arden wiederum „liefern ihre Komikeinlagen zuverlässig und Charles Vidors Regie ist souverän“.
„Temperamentvoller Revuefilm mit erstklassiger Musik und tänzerischen Glanzleistungen von Gene Kelly“, urteilte das Lexikon des internationalen Films.
Auszeichnungen
Bei der Oscarverleihung 1945 war Es tanzt die Göttin für fünf Oscars nominiert. Carmen Dragon und Morris Stoloff konnten für ihre Arbeit in der Kategorie Beste Filmmusik in einem Musical den Preis gewinnen. In den Kategorien Beste Kamera (Rudolph Maté, Allen M. Davey), Bester Ton (John P. Livadary) und Bestes Szenenbild (Lionel Banks, Cary Odell, Fay Babcock) musste sich das Filmmusical Henry Kings Filmbiografie Wilson geschlagen geben. In der Kategorie Bester Song, in der Jerome Kern und Ira Gershwin für Long Ago and Far Away nominiert waren, gewann der Song Swinging on a Star aus dem Film Der Weg zum Glück mit Bing Crosby.
Daten
USA 1944
Laufzeit: 103 Minuten
freigegeben: ab 0 Jahren
Bild: 4:3 (1.33:1) Farbe
Ton/Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch,
Untertitel: Deutsch, Englisch, Arabisch, Griechisch, Hindi, Portugisisch, Türkisch
System
DVD
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