Fahrenheit 451

Feuerwehreinheiten überwachen Verdächtige, stöbern verbotene Buchbesitzer auf und zerstören jedes bedruckte Papier. Zu einer dieser gehassten Einheiten gehört auch Montag, der seine Arbeit liebt und seit fünf Jahren nie eine Frage gestellt hat. Da lernt er eines Tages Clarisse kennen, und plötzlich kommt ihm seine Ehefrau Linda, die ihre Tage mit Tabletten- und Fernsehkonsum verbringt, entsetzlich langweilig vor. Heimlich entflieht er dieser kontrollierten Welt und beginnt nachts zu lesen, obgleich er weiß, dass dies tödliche Konsequenzen haben kann.
Mit Oskar Werner, Julie Christie, Cyril Cusack, Anton Diffring, Jeremy Spenser, Bee Duffell, Alex Scott; Regie: François Truffaut
Kritiken
„Truffaut entwickelt die Geschichte eines Außenseiters, der sich aus Anpassung und Lethargie befreit, um abseits einer repressiven Zivilisation seine persönliche Utopie zu leben, zu einer Hommage an die Literatur und an die abendländische Kultur generell.“
Lexikon des internationalen Films
„Truffaut übernimmt von Bradbury nur die Grundidee der ‚bücherlosen Gesellschaft‘. Es fehlt der düstere, furchterregende Anstrich zukünftiger Unmenschlichkeit. Es dominiert dagegen liebenswert Altmodisches (bretonisches Eßgeschirr, Telefone im Stil Edisons und Fachwerkhäuser), dazu filmhistorisch Bekanntes: Kleider von Carole Lombard und Debbie Reynolds; ein Feuerwehrwagen ähnlich dem in Frank Capras 1936 entstandenen Publikumserfolg Mr. Deeds geht in die Stadt (mit Gary Cooper). Fast liebenswert sind auch die handelnden Personen – behäbige Kleinbürger, die tun, was man von ihnen verlangt. Truffauts Film ist ein pessimistischer Film. Die Flucht Montags aus dem utopischen Staat ist sinnlos, sie weist keinen Weg in eine andere Zukunft.“
Ronald M. Hahn/Volker Jansen: Lexikon des Science-Fiction-Films
„Intelligent gemachter, aber thematisch wenig überzeugender Science-Fiction-Film von Truffaut, der jedes politische oder gesellschaftliche Engagement vermissen läßt und dadurch über gehobene Unterhaltung nicht hinauskommt. Für anspruchsvollere Besucher ab 16 sehenswert.“
Evangelischer Film-Beobachter
Auszeichnungen
Nominierungen für den britischen British Film Academy Award, für den US-amerikanischen Hugo Award und bei den Filmfestspielen von Venedig
Daten
GB 1966
Laufzeit: 104 Minuten
freigegeben: ab 12 Jahren
Bild: 16:9 (1,85:1) Farbe
Ton/Sprachen: (Mono) Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch
Bonusmaterial
"Die Story": Diskussion mit Autor Ray Bradbury, Making of, Audiokommentar von Julie Christie, Die Musik, die Original-Anfangssequenz, Fotogalerie
System
DVD
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